Die Literatinnen Jutta Rosenkranz und Ulrike Prasse stellen zwei bedeutende Autorinnen der GEDOK Berlin vor: Ingeborg Drewitz und Elfriede Brüning.

„Ich will aufklären, will empfindlich machen“

Jutta Rosenkranz über Leben und Werk der Berliner Schriftstellerin Ingeborg Drewitz (1923-1986)

Ingeborg Drewitz zählt zu den wichtigsten Autoren der Nachkriegszeit. Bekannt geworden ist sie vor allem durch ihr politisches und ge­sellschaftliches Engagement, das oft von ihrem lite­rarischen Werk abgelenkt hat. Sie war nicht nur eine engagierte Kämpferin für die Unterdrückten, sondern auch eine sehr genaue Beobachterin der Menschen. In ihren Romanen und Erzählungen beschreibt sie, wie Menschen mit persönlichen, gesell­schaftlichen und zeitpolitischen Veränderungen konfrontiert werden und lernen, damit umzu­gehen. In ihren Büchern schildert sie Hoffnungen, Ängste und Erfahrungen der modernen Men­schen in einfacher, klarer Sprache mit großem Einfühlungsvermögen und "dem harten Trost der Genauigkeit".

Galerie GEDOK Berlin, Freitag, den 27.05.2022, 18-19:30 Uhr


 

„Wechselspiele“, ein literarischer Dialog zwischen Elfriede Brüning und Ulrike Prasse

Ulrike Prasse liest Texte von Elfriede Brüning aus ihrem Buch: „Jeder lebt für sich allein“ und Texte aus ihrer eigenen Textsammlung „Fluchtversuche“. Biografien, Begegnungen und auch Brechungen stehen im literarischen Dialog zwischen den beiden Autorinnen szenisch gegenüber. Es werden in den Texten beider Autorinnen Fragestellungen zu den Themen soziale Isolation, Älterwerden, familiäre Rollenanforderungen, Generationskonflikte thematisiert und im Zusammenspiel in Form einer imaginären literarischen Begegnung stilistisch und inhaltlich erweitert.

Galerie GEDOK Berlin, Freitag, den 03.06.22, 18-18.45 Uhr



Der Eintritt ist kostenlos, wir bitten um Anmeldung. Es besteht die Möglichkeit, die Gruppenausstellung vorher und auch nach der zweiten Lesung zu besichtigen.

Biografien, Brechungen, Begegnungen. Erste Gruppenausstellung im Jahresprogramm zum 90. Jubiläum der GEDOK Berlin: Acht Künstlerinnen und zwei Autorinnen treten in den Dialog mit GEDOK „Veteraninnen“: Aenne Burghardt-Ida Dehmel, Pia Fischer-Emmy Roth, Gritt Klaasen-Birgit Berg, Burghild Eichheim-Rita Preuss, Heike Franziska Bartsch-Gisela Breitling, Akram Abooee-Aldona Gustas, Chris Firchow-Becky Sandstede, Katrin Hosterbach-Anneliese Konrat-Stalschus, Jutta Rosenkranz-Ingeborg Drewitz, Ulrike Prasse-Elfriede Brüning. 

Ausstellungsdauer: 22.04.-05.06.2022

Öffnungszeiten: Mi-So 14:00-18:00 Uhr
Sonderöffnungszeiten: zum "Charlottenwalk" (Galerienrundgang)  Freitag, 03.06.2022, 18-21:00 Uhr, Samstag, 04.06.2022, 10-18:00 Uhr


Galerie GEDOK Berlin, Suarezstr. 57, 14057 Berlin, U2 Sophie Charlotteplatz,
Tel. 030 4413905,

zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten in der Suarezstr. 57, 14057 Berlin laden wir am Mittwoch, den 12.12.2018, 18:30 Uhr herzlich zur Lesung ein:

"Mehr Stolz, ihr Frauen!" (Hedwig Dohm)

CoverRosenkranzJutta Rosenkranz liest aus ihrem Buch mit Schriftstellerinnenporträts "Zeile für Zeile mein Paradies" und stellt Leben und Wirken emanzipierter Autorinnen vor, die kompromisslos ihren Weg als Künstlerin gingen und gegen gesellschaftliche Konventionen aufbegehrten: Bettine von Arnim, George Sand, Virginia Woolf, Hedwig Dohm u.a. Diese Schriftstellerinnen waren ihrer Zeit voraus und haben sich in ihren Texten für die Rechte der Frauen und Künstlerinnen eingesetzt.

Jutta Rosenkranz, geboren in Berlin, studierte Germanistik und Romanistik und lebt als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin.
Sie veröffentlichte 2007 die erste umfassende Biographie über Mascha Kaléko (dtv, 14. Auflage 2016) und ist Kuratorin der ersten Mascha-Kaléko-Ausstellung, die sie 2007/2008 für das Literaturhaus Berlin konzipierte.
2012 erschien die von ihr herausgegebene und kommentierte vierbändige Mascha-Kaléko-Gesamtausgabe (Werke und Briefe, dtv).

Sie hat Gedichte, Prosa und literarische Essays veröffentlicht, zahlreiche Autoren-Porträts und Features für den Hörfunk geschrieben und ist Herausgeberin mehrerer Lyrik-Anthologien, u.a. „Berlin im Gedicht“ (2006) und „Letzte Gedichte. Dichter der Welt nehmen Abschied vom Leben“ (2007).
Letzte Veröffentlichungen: "Zeile für Zeile mein Paradies" - 18 Porträts bedeutender Schriftstellerinnen (Piper, 2014) und "'Eines jeden Glück' - Mit Virginia Woolf durch den Garten" (Insel, 2016). "Die Menschenrechte haben kein Geschlecht - Die Schriftstellerin und Feministin Hedwig Dohm" (Radio-Feature, RBB 2018).

Wir freuen uns auf das Event und das Wiedersehen mit euch in der neuen Galerie GEDOK Berlin

der Vorstand der GEDOK Berlin mit Heike Franziska Bartsch, Sandra Becker, Marion Luise Buchmann, Dr. Carola Muysers

Reichelt SaraK(l)eine Wunder...
Sara Reichelt liest Kurzgeschichten

In ihren beiden Kurzgeschichtenbänden „Wer die Liebe fängt“ und „Alle Zeit mit ihr“ erschafft sara reichelt ein Kaleidoskop amouröser Begegnungen. Die ProtagonistInnen umtanzen und umschlingen sich mit all ihren (un-)stillbaren Sehnsüchten und Verschmelzungswünschen oder bleiben verbunden in einer anhaltenden gegenseitigen Faszination.In ihrem Buch „Lies Mich“ lässt sara reichelt 25 Bücher buchstäblich zu Wort kommen und erzählen, was sie auf der Suche nach Lesern erleben. In „Übertragene Nähe“ geht sie der Gedankenwelt eines Psychotherapeuten auf den Grund. In all ihren Texten geht es sara reichelt in erster Linie um die Sprache, die für sie ein Geflecht aus Worten und Bildern ist, in das sie eintaucht, um eine neue Sprachgestalt daraus zu formen.

Zur Lesung spielt Sylvia Hinz auf der Blockflöte Stücke der rumänischen Komponistin Violeta Dinescu, die sie eigens für die Künstlerin komponiert hat.
Lesung am 9. März 2017 19 Uhr GEDOK- GALERIE 10777 Berlin, Motzstr. 59


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Freitag, 21. Oktober 2016, 19 Uhr

„Ich will mir selbst gehören“

Romanbiografie über Charlotte Berend - Corinth
von Margret Greiner

Charlotte Berend-Corinth gehörte zu den Künstlerinnen, die ihr eigenes Talent zurückgestellt haben, um sich ganz in den Dienst ihres Mannes, des großen Malers Lovis Corinth, zu stellen. Einerseits. Andrerseits aber – so erfährt man in der neuen Romanbiographie von Margret Greiner – war sie eine höchst selbstbewusste Frau, die ihre Familie gekonnt gemanagt und letztlich auch ihr Talent als Malerin nicht ungenutzt gelassen hat.
Bilder der Lesung und mehr Informationen....