Liebe GEDOK Mitglieder, Liebe Künstler*innen, Liebe Kunstfördernde und Kunstinteressierte,

aufgrund des zweiten Lockdowns konnte die Lesung mit Jutta Rosenkranz leider nicht analog in der Galerie statt finden.

Die GEDOK Berlin hat jetzt ein Video der Lesung, in 2 Teilen auf YouTube gestellt die unter den folgenden Links anzusehen sind:
Teil 1.
https://www.youtube.com/watch?v=yI7j1OJ8seE

Teil 2.
https://www.youtube.com/watch?v=i85cuDv_ZVs&t=8s


Wir freuen uns über zahlreiche Zuseher und Zuhörer.

„Ein paar Stunden mit meinen Gedanken allein“


Autorinnen zwischen Küche und Kreativität

Jutta Rosenkranz stellt im ersten Teil der Lesung Schriftstellerinnen vor, die in ihren Texten die Zerrisenheit zwischen Alltag und kreativer Arbeit thematisieren

JuttaRosenkranz1Wie erleben Autorinnen die Diskrepanz zwischen den Pflichten des Alltags und der kreativen Arbeit? Männliche Autoren haben fast immer Partnerinnen, die sich selbstverständlich um Haushalt und Kinder kümmern. Die meisten Schriftstellerinnen müssen sich den Freiraum für ihre Kreativität mühsam organisieren. Dabei geht es nicht nur darum, Beruf, Haushalt und Familie zu vereinen. Oft müssen auch Schreibblockaden oder Stimmungsschwankungen beim Beginn oder Ende eines Buches überwunden werden. Marie Luise Kaschnitz, Marguerite Duras, Sylvia Plath, Patricia Highsmith, Gabriele Wohmann, Julia Franck u.a. schildern ihre Erfahrungen mit der Inspiration, den Höhen und Tiefen des Schreibprozesses und berichten, wie es ihnen gelingt, die Balance zwischen Leben und Schreiben zu finden.

Im zweiten Teil liest Jutta Rosenkranz aus ihrem Buch "Zeile für Zeile mein Paradies"- 18 Porträts bedeutender Schriftstellerinnen (Piper, 2. A. 2019) Auszüge aus ihrem Text über die österreichische Autorin Marlen Haushofer, um an deren 100. Geburtstag und 50. Todestag zu erinnern.

Marlen Haushofer war Hausfrau, Mutter, Zahnarztgattin - und Autorin. Jahrelang versuchte sie, diese unterschiedlichen Welten zu vereinen. Doch es gelang ihr nicht, die Diskrepanz zwischen Alltag und Literatur aufzulösen. In ihren Romanen und Erzählungen analysiert sie mit schonungsloser Genauigkeit das Verhältnis der Geschlechter und beschreibt Entfremdung, Missverständnisse und die Sprachlosigkeit in der Ehe. Zu ihren Lebzeiten erfuhr die Autorin nur wenig Anerkennung. Erst nach ihrem Tod wurde ihr Werk neu entdeckt und erreichte hohe Auflagen. Die Schriftstellerin Eva Demski zählt Marlen Haushofers bekanntesten Roman „Die Wand“ zu den Büchern, für deren Existenz man ein Leben lang dankbar ist‘.

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